top of page

Unabhängige Fachinformation zum SRO-Anschluss

Diese Plattform agiert als neutrale Informationsquelle für Treuhänder, Anwälte, Berater und Finanzdienstleister in der Schweiz. Wir erläutern regulatorisch fundiert, wann eine GwG-Unterstellung vorliegt, in welchen Fällen ein SRO-Anschluss notwendig ist und welche Prozessschritte für eine rechtssichere Anbindung typisch sind – klar, sachlich und ohne Werbecharakter.

Unabhängige Fachinformation zum SRO-Anschluss

Wer ist dem GwG unterstellt?

Die Unterstellung unter das Geldwäschereigesetz richtet sich in der Schweiz primär nach der Art der ausgeübten Tätigkeiten und den angebotenen Services. Massgeblich ist die berufsmässige Ausübung von Finanzintermediation.

Treuhänder

Beruflich tätige Treuhänder können dem GwG unterstehen, wenn sie im Rahmen ihrer Tätigkeit mit fremden Vermögenswerten arbeiten, etwa indem sie diese verwalten oder bei deren Anlage und Übertragung mitwirken.

Immobilien-Sektor

Geldwäschereirelevante Tätigkeiten können auch im Umfeld von Immobiliengeschäften entstehen, insbesondere bei der Begleitung von Transaktionen.

Die Abgrenzung im Einzelfall kann komplex sein. Weitere Informationen finden sich in den Abschnitten „Ablauf SRO-Anschluss“ und „FAQ“.

Zusammenfassend entscheidet das konkrete Tätigkeitsprofil über die Notwendigkeit eines SRO-Anschlusses. Eine frühzeitige Prüfung der regulatorischen Pflichten schafft Rechtssicherheit. Diese Informationen sind allgemeiner Natur und ersetzen keine Rechtsberatung.

Steuerberater

Je nach Tätigkeit und konkreter Rolle kann eine GwG-Unterstellung in Betracht kommen. Für eine erste Orientierung empfiehlt sich eine individuelle Prüfung der regulatorischen Relevanz.

Unternehmer & KMU

Je nach Tätigkeitsprofil kann eine GwG-Relevanz in Betracht kommen, etwa bei komplexen Zahlungskonstellationen oder Transaktionen im Geschäftsalltag.

Unternehmensberater

Bei Mitwirkung an Finanztransaktionen oder bei der Strukturierung von Gesellschaften kann eine GwG-Relevanz vorliegen. Eine Abklärung schafft hier die nötige Sicherheit.

Anwälte & Notare

Ob eine Unterstellung vorliegt, hängt von der konkreten Tätigkeit und den Umständen des Einzelfalls ab. Für eine erste Orientierung empfiehlt sich eine individuelle Abklärung.

Ablauf eines SRO-Anschlusses

In der Schweiz spielt die Selbstregulierungsorganisation (SRO) eine zentrale Rolle. Sie beaufsichtigt Finanzintermediäre im Bereich der Geldwäschereibekämpfung und stellt sicher, dass die gesetzlichen Anforderungen des GwG eingehalten werden.

01
01. Vorabklärung GwG-Unterstellung

Es wird geprüft, ob die geplante Geschäftstätigkeit unter das Geldwäschereigesetz fällt.

02
02. Wahl einer passenden SRO

Je nach Branche und Spezialisierung wird eine anerkannte Selbstregulierungsorganisation ausgewählt.

03
03. Unterlagen zusammenstellen

Notwendige Dokumente wie Identifikationsnachweise, Strafregisterauszüge und interne Weisungen werden vorbereitet.

04
04. Einreichung des Gesuchs

Das vollständige Dossier wird formell bei der gewählten SRO zur Prüfung eingereicht.

05
05. Fachliche Prüfung

Die SRO prüft die Einhaltung der gesetzlichen und statutarischen Anforderungen durch den Gesuchsteller.

06
06. Entscheid und Aufnahme

Nach erfolgreicher Prüfung erfolgt die offizielle Aufnahme und Zertifizierung als GwG-unterstellter Finanzintermediär.

07
07. Wahrnehmung laufender Pflichten

Nach dem Anschluss müssen regelmässige Weiterbildungen absolviert und Prüfberichte eingereicht werden.

Zeitlicher Rahmen, wovon hängt er ab?

Die Dauer eines Anschlussverfahrens variiert je nach SRO und Vollständigkeit der Unterlagen. In der Praxis dauert der Prozess häufig mehrere Wochen bis wenige Monate. Faktoren wie die konkrete Tätigkeit, die Komplexität des Geschäftsmodells sowie Rückfragen der zuständigen Stelle beeinflussen die Bearbeitungszeit massgeblich.

Ein strukturierter Ablauf begünstigt eine effiziente Aufnahme in eine SRO. Die sorgfältige Vorbereitung aller Unterlagen ist dabei eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg.

Diese Informationen sind allgemeiner Natur und ersetzen keine Rechtsberatung.

Wer ist dem GwG unterstellt?

Die Unterstellung unter das Geldwäschereigesetz richtet sich in der Schweiz primär nach der Art der ausgeübten Tätigkeiten und den angebotenen Services. Massgeblich ist die berufsmässige Ausübung von Finanzintermediation.

Treuhänder

Beruflich tätige Treuhänder können dem GwG unterstehen, wenn sie mit fremden Vermögenswerten arbeiten, diese verwalten oder bei deren Anlage mitwirken.

Unternehmensberater

Insbesondere bei Mitwirkung an Finanztransaktionen oder bei der Strukturierung von Gesellschaften kann eine GwG-Relevanz in Betracht kommen.

Anwälte und Notare

Ob eine Unterstellung vorliegt, hängt von der konkreten Tätigkeit ab. Fokus liegt auf transaktionsnahen Leistungen ausserhalb der klassischen Rechtsberatung.

Immobiliennahe Dienstleister

Mögliche GwG-Relevanz im Umfeld von Immobiliengeschäften, insbesondere bei Dienstleistungen im Zusammenhang mit Transaktionen.

Steuerberater

Je nach Tätigkeit und Rolle kann eine GwG-Unterstellung in Betracht kommen. Relevanz besteht oft bei der Mitwirkung an Finanzstrukturen.

Unternehmer & KMU

Abhängig vom Tätigkeitsprofil kann eine GwG-Relevanz bei bestimmten Zahlungs- oder Transaktionskonstellationen im Geschäftsalltag entstehen.

Grundlagen zum SRO-Anschluss und zur GwG-Unterstellung

Die folgenden Themen bieten einen sachlichen Überblick über den SRO-Anschluss, die GwG-Unterstellung und die regulatorischen Unterschiede zwischen SRO-Aufsicht und FINMA-Direktaufsicht in der Schweiz.

Was ist eine SRO?

Eine Selbstregulierungsorganisation (SRO) ist eine von der FINMA anerkannte Stelle, welche die Einhaltung der Geldwäschereibestimmungen (GwG) bei ihren Mitgliedern überwacht. Sie ist ein zentraler Pfeiler des schweizerischen Aufsichtssystems für Finanzintermediäre.

Rolle im System: Die SRO erlässt Reglemente für ihre Mitglieder, führt regelmässige Audits durch und dient als Bindeglied zur staatlichen Aufsicht.

SRO-Anschluss Erforderlichkeit

  • Berufsmässiger Umgang mit fremden Vermögenswerten.
  • Unterstützung bei der Anlage oder Übertragung von Finanzmitteln.
  • Mitwirkung bei Finanztransaktionen für Dritte.

SRO vs. FINMA

In der Schweiz existiert ein zweistufiges Aufsichtssystem für Finanzmarktakteure:

Selbstregulierungorganisation (SRO): Übernimmt die direkte Aufsicht über Nicht-Bank-Finanzintermediäre im Hinblick auf deren Pflichten nach dem Geldwäschereigesetz.

FINMA-Direktaufsicht: Greift in der Regel bei Banken oder Versicherungen.

Beraterpflichten 2026

Mit Stand Januar 2026 stehen Berater vor erhöhten Anforderungen an die GwG-Compliance. Besonders die Feststellung der wirtschaftlich berechtigten Personen wird intensiver geprüft.

Diese Grundlagen dienen der ersten sachlichen Orientierung im schweizerischen Dispositiv zur Geldwäschereibekämpfung.

Diese Informationen sind allgemeiner Natur und ersetzen keine Rechtsberatung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein SRO-Anschluss genau?

Ein SRO-Anschluss ermöglicht es Finanzintermediären in der Schweiz, die Sorgfaltspflichten gemäss Geldwäschereigesetz (GwG) unter Aufsicht einer anerkannten Selbstregulierungsorganisation zu erfüllen. Dies ist die gesetzlich vorgesehene Alternative zur direkten Unterstellung unter die FINMA.

Wer unterliegt in der Schweiz der GwG-Unterstellung?

Eine GwG-Unterstellung kann für Personen oder Gesellschaften in Betracht kommen, die berufsmässig mit fremden Vermögenswerten gearbeitet wird. Dazu gehören Treuhänder, Vermögensverwalter sowie bestimmte Dienstleister im Immobilien-, Finanz- oder Kryptoumfeld.

Welche neuen Beraterpflichten werden 2026 relevant?

Ab 2026 können für transaktionsnahe Beratungsleistungen zusätzliche Sorgfaltsanforderungen relevant werden. Dies betrifft besonders Tätigkeiten im Umfeld von Gründung und Verwaltung von Gesellschaftsstrukturen.

Wie lange dauert ein SRO-Aufnahmeprozess üblicherweise?

Die Bearbeitungsdauer hängt von der Vollständigkeit der Unterlagen und der gewählten SRO ab. In der Regel kann der Prozess mehrere Wochen bis zu einigen Monaten in Anspruch nehmen.

Worin liegt der Unterschied zwischen SRO und FINMA?

Eine SRO ist eine von der FINMA anerkannte Organisation zur Kontrolle der GwG-Einhaltung. Die FINMA ist die staatliche Oberaufsichtsbehörde.

QUELLEN: GESETZESTEXTE, BEHÖRDENINFORMATIONEN, SRO-REGLEMENTE | STAND DER AKTUALISIERUNG: JANUAR 2026 | RECHTLICHER HINWEIS: KEINE RECHTSBERATUNG. KEINE HAFTUNG FÜR VOLLSTÄNDIGKEIT ODER AKTUALITÄT DER INHALTE.

Partner-Empfehlungen

Anlaufstelle für Fragen zum SRO Anschluss

Wenn Sie klären möchten, ob ein SRO Anschluss für Ihre Tätigkeit in Betracht kommt, können Sie uns kurz schreiben. Wir sammeln die wichtigsten Angaben für eine erste Orientierung und zeigen Ihnen mögliche nächste Schritte auf, redaktionelle Inhalte und allfällige Partnerhinweise bleiben dabei klar getrennt. Eine verbindliche Einordnung ist nur aufgrund des konkreten Einzelfalls möglich.

Ersteinschätzung anfragen

Klären Sie unverbindlich, ob für Ihr Geschäftsmodell eine GwG-Unterstellung oder ein SRO-Anschluss in Betracht kommt. Für eine erste Orientierung können Sie uns die wichtigsten Angaben kurz mitteilen. Wir zeigen Ihnen mögliche nächste Schritte auf und empfehlen Ihnen auf Wunsch geeignete Experten. Eine verbindliche Einordnung ist nur aufgrund des konkreten Einzelfalls möglich.

Wer ist GwG-unterstellt?

Ob eine Person oder ein Unternehmen dem schweizerischen Geldwäschereigesetz (GwG) untersteht, hängt in der Praxis nicht primär von der Berufsbezeichnung, sondern von den konkret ausgeübten Tätigkeiten ab.

Anwältinnen, Anwälte und Notare

Klassische Rechtsberatung ist meist nicht unterstellt. Relevanz besteht jedoch bei transaktionsnahen Tätigkeiten oder strukturellen Gestaltungen.

Unternehmer und KMU

Je nach Tätigkeitsprofil kann eine GwG-Relevanz in Betracht kommen, etwa bei bestimmten Transaktionskonstellationen im Geschäftsalltag.

Berater und Corporate Services

Mitwirkung bei der Gründung, Strukturierung oder Verwaltung von Gesellschaften sowie bestimmte Mitwirkungen an Finanztransaktionen können Pflichten begründen.

GwG-Unterstellung & Aufsicht

Das GwG regelt die Sorgfaltspflichten. Die Aufsicht für Finanzintermediäre kann über eine SRO oder – bei Grossinstituten – über die FINMA erfolgen.

Treuhand und Parabankensektor

Eine GwG Unterstellung kann in Betracht kommen, wenn Unternehmen berufsmässig fremde Vermögenswerte entgegennehmen, verwalten oder deren Übertragung organisieren.

Immobiliennahe Tätigkeiten

Geldwäschereirechtliche Pflichten können entstehen, wenn Tätigkeiten über reine Vermittlung hinausgehen und Transaktionsmitwirkung umfassen.

bottom of page