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Beraterpflichten 2026, Überblick zu den neuen GwG-Regeln und deren Bedeutung für Berater in der Schweiz

  • Redaktion sro-anschluss.ch
  • 4. März
  • 4 Min. Lesezeit


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Was sind Beraterpflichten?


Beraterpflichten beziehen sich im Zusammenhang mit der Revision des Geldwäschereigesetzes, kurz GwG, auf Sorgfalts und Organisationspflichten, die je nach Tätigkeit gegenüber Kundinnen und Kunden relevant werden können. Diese Pflichten dienen dazu, Transparenz zu fördern und Risiken im Zusammenhang mit Geldwäscherei zu reduzieren. Da sich die Umsetzung und die Praxis weiter präzisieren können, ist es wichtig, den aktuellen Stand im Blick zu behalten und die eigene Tätigkeit sorgfältig einzuordnen. Zu den häufigsten Bereichen, in denen Beraterpflichten eine Rolle spielen können, gehören:


  • Sorgfaltspflichten: Berater klären je nach Tätigkeit Identität, wirtschaftlich Berechtigte und Zweck ab, gemäss GwG-Revision 2026.

  • Vertraulichkeit: Angaben aus der Beratung sind zu schützen, soweit keine gesetzlichen Abklärungs oder Meldepflichten greifen.

  • Transparenz: Umfang, Rolle, Kosten und mögliche Interessenkonflikte sind offen zu benennen, damit die Einordnung nachvollziehbar bleibt.

  • Integrität: Berater setzen klare Prozesse, Dokumentation und Schulung um, damit Pflichten nach den neuen GwG-Regeln 2026 eingehalten werden..


Die Bedeutung der Sorgfaltspflicht


Die Sorgfaltspflichten gehören zu den zentralen Anforderungen, die im Zusammenhang mit den Beraterpflichten 2026, insbesondere im Umfeld der GwG Revision, an Bedeutung gewinnen können. Sie bedeuten, dass Beraterinnen und Berater Verantwortung dafür tragen, Mandate sorgfältig, kompetent und nachvollziehbar zu führen, je nach Tätigkeit auch mit Blick auf die erforderlichen Abklärungen. Dazu gehören insbesondere folgende Punkte:


  • Sorgfaltspflichten: Berater klären je nach Tätigkeit Identität, wirtschaftlich Berechtigte und Zweck ab, im Rahmen der GwG Revision und des risikobasierten Vorgehens.

  • Vertraulichkeit: Angaben aus der Beratung sind zu schützen, soweit keine gesetzlichen Abklärungs oder Meldepflichten im Einzelfall relevant werden.

    Transparenz: Umfang, Rolle, Kosten und mögliche Interessenkonflikte sind offen zu benennen, damit die Einordnung nachvollziehbar bleibt.

  • Integrität: Berater setzen klare Prozesse, Dokumentation und Schulung um, damit Pflichten konsistent umgesetzt werden können, abhängig vom Tätigkeitsprofil.


Vertraulichkeit wahren


Vertraulichkeit ist ein zentraler Bestandteil einer professionellen Beratungsbeziehung. Kundinnen und Kunden müssen darauf vertrauen können, dass persönliche und geschäftliche Informationen geschützt sind und nur im notwendigen Rahmen verwendet werden. Gleichzeitig können je nach Konstellation gesetzliche Vorgaben relevant sein, etwa im Zusammenhang mit Abklärungen oder Meldepflichten, weshalb eine saubere Einordnung wichtig bleibt. Um die Vertraulichkeit in der Praxis sicherzustellen, sind insbesondere folgende Punkte hilfreich,


  • Klare Vereinbarungen treffen: zu Beginn der Zusammenarbeit sollten die Erwartungen zur Vertraulichkeit und zum Umgang mit Informationen schriftlich festgehalten werden.

  • Daten sicher speichern: Informationen sollten in geeigneten Systemen abgelegt werden, mit Zugriffsbeschränkungen, nachvollziehbaren Berechtigungen und angemessenen Sicherheitsmassnahmen.

  • Vertraulichkeit auch nach Abschluss wahren: Auch nach Beendigung eines Mandats ist der sorgfältige Umgang mit Informationen weiterhin erforderlich, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten oder andere Vorgaben entgegenstehen.


Transparenz in der Beratung


Transparenz ist wichtig, um Vertrauen aufzubauen und Erwartungen früh zu klären. Gerade bei transaktionsnahen Mandaten hilft eine klare Kommunikation, Missverständnisse zu vermeiden und die Zusammenarbeit nachvollziehbar zu gestalten. In der Praxis ist insbesondere Folgendes sinnvoll:


  • Offen über Gebühren informieren: Klienten sollten im Voraus über die Kosten der Beratung informiert werden, um Missverständnisse zu vermeiden.

  • Methoden und Ansätze erklären: Berater sollten ihre Methoden und Ansätze klar darlegen, damit Klienten verstehen, wie Entscheidungen getroffen werden.

  • Interessenkonflikte offenlegen: Wenn es potenzielle Interessenkonflikte gibt, sollten diese offen angesprochen werden.


Aktuelle Entwicklungen und Trends 2026


Im Jahr 2026 stehen mehrere Entwicklungen im Vordergrund, die für Beraterpflichten im Umfeld des Geldwäschereigesetzes, kurz GwG, und für Fragen zum SRO Anschluss relevant sein können. Dazu gehören:


  • Technologische Veränderungen: Die Digitalisierung prägt Identifikation, Dokumentation und Kommunikation zunehmend. Wer transaktionsnah tätig ist, sollte digitale Prozesse, Datensicherheit und Nachvollziehbarkeit so gestalten, dass Abklärungen konsistent erfolgen und Anforderungen im GwG Umfeld erfüllt werden können.

  • Regulatorische Entwicklungen: Die Weiterentwicklung des GwG und die Konkretisierung durch Verordnungen oder Vollzugspraxis können Abgrenzungen, Pflichten und Aufsichtsfragen beeinflussen. Es ist daher sinnvoll, den aktuellen Stand regelmässig zu prüfen und die eigene Tätigkeit so einzuordnen, dass bei Bedarf auch ein SRO Anschluss als möglicher nächster Schritt beurteilt werden kann.

  • Erwartungen an Governance und Nachhaltigkeit: Kundinnen und Kunden achten vermehrt auf Transparenz, Verantwortlichkeit und nachhaltige Grundsätze. Für Berater kann es hilfreich sein, diese Erwartungen im Mandat zu berücksichtigen, insbesondere wenn Strukturen, Transaktionen oder interne Prozesse dokumentiert und nachvollziehbar gestaltet werden sollen..


Praktische Tipps zur Einhaltung der Beraterpflichten


Um sicherzustellen, dass Sie die Beraterpflichten im Jahr 2026, insbesondere im Umfeld der GwG Revision, angemessen umsetzen, können folgende Punkte hilfreich sein:


  • Regelmässige Weiterbildung: Nehmen Sie an Schulungen und Fachveranstaltungen teil, damit Sie über aktuelle Entwicklungen im GwG Umfeld informiert bleiben und neue Abgrenzungen frühzeitig einordnen können.

  • Austausch mit Fachpersonen: Tauschen Sie sich mit anderen Fachleuten aus, um Erfahrungen zu teilen und praxistaugliche Vorgehensweisen im Umgang mit neuen Anforderungen kennenzulernen.

  • Feedback einholen: Bitten Sie Ihre Kundinnen und Kunden um Rückmeldungen, damit Abläufe verständlich bleiben und die Zusammenarbeit transparent und effizient gestaltet werden kann.

  • Dokumentation: Halten Sie wesentliche Abklärungen und Entscheide nachvollziehbar fest, damit Transparenz und Nachvollziehbarkeit gewährleistet sind, insbesondere bei transaktionsnahen Mandaten.


Fazit


Die Beraterpflichten im Jahr 2026 sind vielfältig und können, insbesondere im Umfeld der GwG Revision, je nach Tätigkeit zusätzliche Sorgfalts und Organisationsanforderungen mit sich bringen. Wer die aktuellen Entwicklungen im Blick behält und Pflichten konsequent umsetzt, reduziert nicht nur rechtliche Risiken, sondern stärkt auch Vertrauen und Verlässlichkeit in der Zusammenarbeit mit Kundinnen und Kunden. Entscheidend ist, die eigene Rolle und das Tätigkeitsprofil sorgfältig einzuordnen, Abklärungen nachvollziehbar zu dokumentieren und Prozesse so zu gestalten, dass sie auch bei neuen Vorgaben tragfähig bleiben. Wo ein SRO Anschluss in Betracht kommt, lohnt sich eine frühzeitige Orientierung, damit nächste Schritte geordnet geplant werden können. Die Einhaltung dieser Pflichten ist damit nicht nur eine rechtliche Erwartung, sondern auch ein Ausdruck professioneller Integrität, und sie bildet eine wichtige Grundlage für eine langfristig erfolgreiche Beratungsbeziehung.

 
 
 

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